Neubau des BRK-Zentrum in TraunsteinNeubau des BRK-Zentrum in Traunstein

Neubau des BRK-Zentrum in Traunstein

Ausgangssituation

Die frühere Geschäftsstelle des BRK im Landkreis Traunstein mit Rettungswache sowie Unterkünften für Wasserwacht, Bergwacht und verschiedenen Lagern und Garagen war seit 1955 in der Leonrodstraße 13 in Traunstein untergebracht. Die ehemalige Jugendstilvilla war Baujahr 1902 – sie wurde in den Jahren 1955-1980 des öfteren durch Anbauten und Aufstockung verändert. Die Grundstücksgröße betrug 1.285 m².
Aufgrund der räumlichen Enge in der Leonrodstrasse wurden Unterkünfte für den Fahrer des Notarzteinsatzfahrzeuges, für die Fahrzeuge der Bereitschaft Traunstein und das Fahrzeug der Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung im Stadtgebiet angemietet. Zudem mussten etliche Fahrzeuge sommers wie winters im Freien stehen.
Begehungen des Gebäudes zeigten stellenweise erhebliche Mängel auf, welche aufgrund der räumlichen Situation nicht angemessen beseitigt hätten werden können oder deren Beseitigung in keinem wirtschaftlichen Verhältnis zur Bausubstanz gestanden wäre (z.B. Dachisolierung, Kellertrockenlegung etc.). Es hätte eine sehr große Summe für den Bestand des Gebäudes investiert werden müssen ohne jedoch eine Verbesserung der räumlichen Situation herbeigeführt zu haben.

Neues BRK-Zentrum:

Die Vorstandschaft des BRK Kreisverbandes Traunstein entschied im Juli 2005 ein neues BRK-Zentrum in dem alle Dienste im Stadtgebiet Traunstein wieder unter einem Dach sind, zu bauen. Hierzu wurde im Kasernengelände ein ca. 3.350 m² großes Grundstück gekauft und zur Finanzierung des neuen Projektes das Grundstück in der Leonrodstraße 13 samt Gebäude verkauft. Nach intensiven Planungen konnte im Mai 2006 der erste Spatenstich erfolgen, im Juli wurde die Grundsteinlegung und im Oktober das Richtfest gefeiert. Ende Juni 2007 bezog das BRK terminplanmäßig sein neues Domizil.

Das neue BRK-Zentrum beinhaltet:

  • Geschäftsstelle
  • Rettungswache für die Stadt Traunstein und Umgebung
  • Ausbildungszentrum für Notfallkurse, Katastrophenschutz und Rettungsdienst
  • Katastrophenschutzzentrale (Sanitäts- und Betreuungsdienst, Einsatzleitung)
  • Blutspendedienst, Zentraldepot für den Landkreis
  • Organisationsbasis ehrenamtlicher Arbeit (Bereitschaften,    Wasserwachten, Jugendrotkreuzgruppen)
  • BRK Bereitschaft Traunstein
  • Jugendrotkreuzgruppe Traunstein
  • Bergwacht Traunstein
  • Soziale Servicestelle (Essen auf Rädern, Hausnotruf)
  • Glückshafen
  • Einrichtungen für alle weiteren Aufgaben des BRK Kreisverbandes Traunstein

Das neue Gebäude umfasst Nutz- und Allgemeinflächen von ca. 2.900 m², und einen umbauten Raum von ca. 12.000 m³.
Das Haus bietet neben angemessenen Garagen für 28 Fahrzeuge und Lagerräumen entsprechend ausreichende Büro- und Wachräume für die 42 hauptberuflichen Mitarbeiter/Innen, behindertengerechte Zugänge (inkl. Aufzug), eine Werkstatt zur Wartung und Pflege der BRK-Fahrzeuge sowie Lehrsäle für die Ausbildung z.B. in Erster Hilfe.
Der Innenhof mit 22 Stellplätzen wurde so konzipiert, dass für den Katastrophenschutz Übungen durchgeführt werden können und auch im Einsatzfall Zelte zur Versorgung und Betreuung Betroffener aufgestellt werden können. Im Gebäude selber ist es möglich ca. 35 Personen kurzfristig während einer Evakuierung zu versorgen und zu betreuen. 

Daten der Geschäftsstelle und der Rettungswache Traunstein

42 Mitarbeiter/innen arbeiten beim BRK in der Geschäftsstelle und in der Rettungswache im BRK Zentrum Traunstein hauptamtlich (im gesamten Landkreis sind es 115 Personen). 58 Helferinnen und Helfer der ehrenamtlichen Bereitschaft Traunstein und 31 Mitglieder der Traunsteiner Jugendrotkreuzgruppe verrichten ihre Dienste im Stadtgebiet und der Umgebung. Zudem sind 38 Männer der Bergwacht Traunstein aktiv.

(Im gesamten Landkreis Traunstein gibt es über 2.300 ehrenamtliche BRK-Helferinnen und Helfer)

Kosten:

Gesamtkosten ohne Grundstück : ca. 2,1 Mio. Euro -
davon sind ca. 32 % Eigenmittel, ca. 40 % Fremdmittel und ca. 28 % Spenden/Zuschüsse


Zeitplan

16. Mai 2006 Spatenstich

September 2006 fertiger Rohbau
Grundsteinlegung am 25.07.2006

Hebfeier am 13.10.2006

Hebfeier am 13.10.2006

  • Mai 2007 fertiges Gebäude
  • 26. Juni 2007 Umzug

Mit Gunst und Verlaub

Das Dachgebälk ist aufgerichtet
auf unserer Arbeit lag Gedeih'n.
Durch Tradition bin ich verpflichtet
mit einem Spruch den Bau zu weih'n.
Drum wünsche ich, so gut ich's kann,
so kräftig wie ein Zimmermann,
mit stolz empor gehobnen Blick
dem neuen Hause recht viel Glück.
Hier wird gewiß so manches Leben,
das durch ein Unfall in Gefahr
gerettet und zurück gegeben,
weil man hier in Bereitschaft war.
Auch Helfer finden hier bei Zeit
die Ausbildung in "1. Hilf".
Sie stehen fortan dort bereit,
wo Unheil droht durch Straßenknilch.
Nun will ich auch die andren unten loben
und nehme froh das Glas zur Hand,
gefüllt mit Wein bis an den Rand
und mit dem feurigen Saft der Reben
will jedermann die Ehr ich geben,
wie's sich nach altem Brauch gebührt,
wenn so ein Bau ist ausgeführt!
Das 1. Glas der Bauherrschaft.
"Hoch soll sie leben", "Prost".
Das 2. Glas dem Architekt.
"Hoch soll er leben", "Prost".
Nun braucht man zu allen Zeiten
nicht nur den Kopf, nein auch die Hand.
Drum noch  ein "Hoch" den Bauwerksleuten
durch deren Kraft der Bau entstand.
"Hoch soll'n sie leben"
Nun ist das Glas wohl ausgeleert
und weiter für mich nichts mehr wert,
drum werf' ich es zu Boden nieder
zerschmettert braucht es keiner wieder.
Doch Scherben bedeuten Glück und Segen
dem BRK auf allen Wegen.
 
Johannes Thussbas
Firma Wernberger