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BRK-Sanitätsdienst beim Biathlon-Weltcup

300 Schichten – Kleine Ambulanz im Stadion Die Versorgung und Verpflegung von Sportlern, Zuschauern und Betreuern steht für die Veranstalter des Biathlon-Weltcups in der neuen Chiemgau-Arena im Mittelpunkt. Allein mehr als 100 000 Besucher werden für die kommenden Wettkämpfe im Stadion am Zirmberg erwartet. Für den Traunsteiner Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), der traditionell für den Sanitätsdienst verantwortlich ist, bedeuten die neuen Bedingungen eine große Herausforderung. In über 300 Schichten mit 60 Helfern pro Tag werden sie für eine bestmögliche Betreuung der Besucher sorgen. Die Hauptaufgabe der Rotkreuzler während des Biathlon-Weltcups ist ein umfassender Sanitätsdienst vor Ort. 13 Einsatzfahrzeuge, darunter Rettungswägen sowie Kranken- und Mannschaftstransportwägen , stehen täglich zur Verfügung. Dazu zählen auch zwei Quads – kleine Allrad-Fahrzeuge - mit denen schnell schwer zugängliche Geländestellen erreicht werden können. BRK-Kreisbereitschaftsleiter Jakob Goess, der auch Mitglied des Organisationskomitees ist, beschreibt seine Mannschaft: „Die Rotkreuzler kommen aus ganz Oberbayern, wie Berchtesgaden, Mühldorf, Weilheim, Fürstenfeldbruck, Miesbach und Freising. Für unseren Traunsteiner Kreisverband wäre dieses Aufgebot von Helfern zu viel gewesen.“ Pro Tag verteilen sich etwa 60 Helfer im ganzen Stadion. Insgesamt sind an die 300 Schichten von morgens bis abends geplant. Außerdem ist ein zusätzliches Rettungsdienst-Fahrzeug im Stadion stationiert für Patiententransporte. Da die Arena zwischen den BRK-Rettungswachen Ruhpolding und Reit im Winkl liegt und damit die Anfahrtswege relativ lang sind, ist so im Notfall ein schneller Weg ins Krankenhaus möglich. Zudem haben die Verantwortlichen zusammen mit dem BRK Maßnahmen für den sogenannten „Massenanfall von Verletzten“ vorbereitet, wenn es also zu katastrophenähnlichen Zwischenfällen kommen sollte. „Für uns stellt dieser Weltcup eine Herausforderung dar“, so Jakob Goess. „Zum einen werden sich die Zuschauerzahlen deutlich erhöhen und zum anderen verteilen sich die Zuschauer in der neuen Arena sehr viel mehr.“ Acht Sanitätsposten mit jeweils mindestens drei Helfern sind in dem neuen Konzept integriert. Die zentrale Unfallhilfsstelle, die wie eine kleine Ambulanz ausgestattet ist, besteht aus zwei Doppelcontainern am Rande des Veranstaltungsgeländes. Hier stehen Arzt und Helfern verschiedene Notfallausstattungen zur Verfügung, wie Beatmungsgeräte und EKG. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre litten Besucher, Betreuer und Sportler meist unter Kreislaufproblemen. „Oft ist die Kälte sowohl für Patient als auch für Helfer ein Problem in der Arena“, so Goess. Trotz der vielen Organisationsarbeit, die seit Monaten in enger Zusammenarbeit mit Veranstalter, Polizei, Gemeinde und Feuerwehr stattfindet, freuen sich alle auf die Tage in der Chiemgau-Arena. „Für uns ist es eine Riesenmotivation, einfach dabei zu sein“, so Goess.