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RettungshundearbeitDie Rettungs-Hunde vom Deutschen Roten Kreuz

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Rettungshundearbeit

Die Verwendung von Rettungshunden spielte in den beiden Weltkriegen vornehmlich in Sanitätseinheiten noch eine Rolle und wurde seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland außer bei der Bergwacht im Deutschen Roten Kreuz nur von einigen Individualisten und Spezialisten betrieben. Das beharrliche Bemühen dieser Individualisten, die ihre gut ausgebildeten Suchhunde in die Aufgaben und Arbeit des Roten Kreuzes einbringen wollten, wurde schließlich belohnt.

Ansprechpartner

Claudia Schaffner


Gewerbepark Kaserne 13
83278 Traunstein
Tel: 0861 - 98973-0

staffelleitung@rettungshundestaffel-traunstein.de

Rettungshundestaffel Traunstein

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Unsere Aufgabe

Zu den Hauptaufgaben der Rettungshundestaffel gehört das Suchen nach vermissten oder hilfebedürftigen Personen in unwegsamen oder nicht einsehbaren Gelände. Meistens handelt es sich um ältere, erkrankte oder orientierungslose Menschen, suizidgefährdete Personen oder Menschen mit einer Behinderung, die nicht mehr nach Hause finden. Alle Rettungshundeführer haben eine Sanitätsausbildung und können bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes den Vermissten betreuen und Erste Hilfe leisten. Um bei akuter Lebensgefahr möglichst schnell am Einsatzort zu sein, verfügt das Einsatzfahrzeug über eine Sondersignalanlage.

Warum Hunde zur Vermisstensuche?

Vergleicht man den Geruchssinn von Mensch und Hund, so muss man feststellen, dass im etwa 5 Quadratzentimeter großen Riechzentrum des Menschen etwa 5 Millionen Rezeptoren vorhanden sind. Der Hund hingegen, hat in seinem ca. 85 Quadratzentimeter großem Riechzentrum rund 230 Millionen Rezeptoren. Entscheidend ist aber die Empfindlichkeit der Nase. Diese ist beim Hund einhunderttausend bis einhundertmillionen Mal größer als bei einem Menschen. Hunde können Dinge nicht nur um ein vielfaches besser riechen als Menschen, sie können auch einzelne Bestandteile eines Geruchsfeldes aufnehmen und bis zur Quelle ausarbeiten. Diese Fähigkeit wird bei der Ausbildung zum Rettungshund gefördert.

Ausbildung

Da es bei den Vermisstensuchen um Menschenleben geht dürfen nur Rettungshunde eingesetzt werden, die die Prüfung nach der bundesweit einheitlichen Prüfungsordnung (PPO DIN 13050) der Hilfsorganisationen erfolgreich bestanden haben. Diese Prüfung muss alle 18 Monate wiederholt werden und wird von Prüfern aus unterschiedlichen Bundesländern und Organisationen abgenommen.

Anforderungen der Prüfung:

  • Fachfragentest
  • Verweistest (offene Fläche, 30m Entfernung, 1 Person)
  • Gehorsam (Freifolge, Kommandos, Abliegen unter Ablenkung, Verträglichkeit, Trageübung)
  • Suche (30.000m², max. 20 Minuten Suchzeit, bis zu 2 Vermisste, inkl. Lagebeurteilung, Versorgung und Kommunikation)

Die theoretische Ausbildung der Hundeführer umfasst im Wesentlichen:

  • Sanitätsausbildung
  • Grundlagen Information und Kommunikation (BOS-Funk)
  • Hundehaltung / Kynologie 
  • Orientierung mit Karte, Kompass und GPS
  • Einsatztaktik bei Rettungshundeeinsätzen
  • Trümmerkunde
  • Unfallverhütung / Sicherheit im Einsatz
  • Verhaltensgrundsätze beim Transport von Hunden
  • Erste Hilfe am Hund

Kostet der Rettungshundeeinsatz etwas?

Die Einsätze der Rettungshundestaffel sind kostenlos. Die Mitglieder der Rettungshundestaffel machen diese Tätigkeit ehrenamtlich und bekommen dafür kein Geld. Die Ausrüstung und die Ausbildung werden ausschließlich über Spenden finanziert.

Die Rettungshundestaffel Traunstein hat derzeit 5 geprüfte und einsatzfähige Rettungshundeteams die zu jeder Tages- und Nachzeit alarmiert werden können.